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Webfonts: Das Projekt läuft

by - 22. Juni 2010

Vor einigen Wochen hatte ich in diesem Blog über die aktuell herausgegebene Webfont-Schriften des Fonts-Shops berichtet und einige kurze Ad-hoc-Untersuchungen gestartet. Aus den damals aufgeworfenen Fragestellungen ist mittlerweile ein Projekt an der DHBW Mosbach geworden, das eine systematische Untersuchung der Aspekte von Darstellungsqualität, Performanz, Lizenzrecht etc. durchführt und das in den Händen von Studenten des Fachbereichs Online-Medien liegt.

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Einige Stichworte zum Webfont-Projekt

Untersuchte Schriften:

  • FF Yoga
  • FF Speak
  • FF Market

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Untersuchte Browser (nur die neueste Generation, damit der Blick nach vorne gerichtet ist):

  • Chrome 5.0
  • Safari 3.6
  • Internet Explorer 8.0
  • Opera 10.5.3
  • Safari 4.0.5

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Untersuchte Betriebssysteme  / Einstellungen:

  • Mac OS X
  • Windows XP mit / ohne ClearType
  • Windows 7
  • iPhone 3/Safari
  • Windows Mobile

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Erste Eindrücke

Vergangenen Dienstag die erste Zwischenbesprechung vor Ort, also an der DHBW, mit dem studentischen Projekt-Team.  Die Studenten hatten bereits die erforderliche technische Infrastruktur aufgesetzt und Webseiten unter Verwendung der zu untersuchenden Schriften gebaut; eine Matrix mit Screenshots ist vorbereitet.

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Einige erste und vorläufige (und natürlich unvollständige) Eindrücke:

  • Am saubersten laufen die untersuchten Schriften auf dem Mac OS (Zeichenabstände, Kerning, Darstellung der Glyphen, Anti-Aliasing).
  • Manche Hervorhebungen innerhalb von Mengentexten werden in manchen Browser-OS-Kombinationen visuell ungenügend umgesetzt (beabsichtigte „Einfettung“  ist zu schwach oder gar nicht vorhanden), in manchen Fällen überbetont (Hervorhebungen erscheinen extra-bold).
  • Bei Schriftstärke Light „steht“ die FF Speak in verschiedenen Browser/OS-Kombinationen nicht prägnant:  Abstriche zu hell, Fleckiges Schriftbild selbst bei großen Schriftgraden, unsaubere Darstellung von Glyphen.

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Für das iPhone müssen die Schriften ins SVG-Format konvertiert werden. Wir testen auf die Schnelle einen Schriftschnitt in verschiedenen Größen ohne irgendwelche Hervorhebungen. Ich bin positiv überrascht: gute Darstellungsqualität der Schriften auf dem iPhone – ich hätte gemutmaßt, dass aufgrund der Konvertierung die Schriftqualität leidet. Zusätzlich kommt die hohe Auflösung des iPhones der Abbildungsqualität zugute. Hier ein Screenshot der Testseite, so wie sie im Safari-Browser auf dem iPhone dargestellt wird:

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Prägnante Darstellung der FF Speak auf dem iPhone 3. Vermeidung farbiger Subpixel im Anti-Aliasing der Glyphen. Kurztest am 15. Juni.

Prägnante Darstellung der FF Speak auf dem iPhone 3. Verwendung unbunter Subpixel beim Anti-Aliasing. Kurztest am 15. Juni.

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Erstes Fazit

Mein allererstes Fazit: Die @font-face-Technologien bringen alleine noch nicht die erhoffte typografische Glückseligkeit für den Webdesigner. Und wie so oft, liegt auch diesmal der Teufel im Detail.

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Das Webfont-Team hat noch viel Detailarbeit vor sich und ich bin neugierig, welche Stärken und Schwächen der untersuchten Technologie sich für die designerische Arbeit und für die Verwendbarkeit für heutige Websites zeigen werden. Anfang Juli sind die Untersuchungsarbeiten abgeschlossen und die Ergebnisse werden präsentiert werden. Dann werden wir mehr Empirisches wissen und  über eine systematische Bewertung zu den Webfonts verfügen.

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aithalides

From → Typografie

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